Therapeutische Wohngemein schaften und Verbund – Berlin Hiram Haus e.V. betreut alkohol- und medikamentenabhängige Menschen in therapeutischen Wohngemeinschaften (TWG) in den drei Berliner Bezirken Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain- Kreuzberg und Mitte. Zielgruppe, Ziele und Angebote Aufgenommen werden Frauen und Männer, die auf- grund ihres Alkoholmissbrauchs Hilfe und Unter- stützung benötigen. Im Vorfeld bedarf es einer gründlichen Klärung, ob die Wohnform in einer therapeutischen WG die richtige Form der Hilfe darstellt. Die Zugehörigkeit zum berechtigten Per- sonenkreis wird immer vom örtlichen sozialpsych- iatrischen Dienst festgestellt. Jeder Klientin, jedem Klienten wird ein unmöbelier- tes Einzelzimmer zur Verfügung gestellt. 1 Küche,  sonstiger Wohn- und Freizeitbereich, sowie Toilet- ten und Bäder werden gemeinschaftlich genutzt. Hiram Haus ist eine abstinenzorientierte Einrich- tung! KlientenInnen bekunden vor Aufnahme den Willen, ein dauerhaft abstinentes Leben zuführen. 
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Arbeitstherapie Tischlerei           Hiram Haus Neudorf e.V.  ist Träger des Zweckbetriebes Tischlerei Die Hiram Haus Tischlerei gibt es seit 2001 und hat heute eine Grundfläche von fast 400 m2. In der Tischlerei kön- nen bis zu 36 Menschen arbeitstherapeutisch betreut  werden. Sie ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb. In der Tischlerei gibt es verschiedene Arbeitsfelder; den Wärme-, Instandhaltungs- und Hausmeisterbereich,  Laubsägearbeiten sowie die typischen Aufgaben einer Tischlerei. Diese Arbeitstherapie ermöglicht es den Men- schen, einen Weg zurück in die Normalität zu finden.  Die KlientInnen lernen wieder soziale Kontakte aufzu- bauen und zu erhalten, auch wird es ihnen ermöglicht,  eine geregelte Tagesstruktur aufzubauen. Durch die Ar- beit mit dem Werkstück Holz wird versucht, verlorene Sinne wieder zu aktivieren. Der Tastsinn, der Geruch- sinn und viele andere Empfindungen werden trainiert  und gefördert. Dafür bietet die Tischlerei folgende Arbeitsschwer- punkte: Im Wärmebereich wird das Brennholz abgelängt,  mittels Holzspalter gespalten, getrocknet, eingelagert  und verheizt. Dies erfordert ein hohes Maß an Eigen- motivation zur Aufrechterhaltung der Arbeit sowie eine gute Haushaltung mit den eigenen Kräften. 
Im Instandhaltungs- und Hausmeisterbereich wer- den vor allem Arbeiten ausgeführt, welche dazu die- nen den Hof zu erhalten, bzw. auszubauen. Es handelt  sich unter anderem um Maler-, Maurer- und Tischlerar- beiten. Hier wird vor allem auf den Ressourcen der Kli- entInnen aufgebaut und im Laufe der Arbeit werden diese ausgebaut. Hier kann der/die KlientIn gut ins Ar- beitstraining gehen, und eine gute Fremd- und Selbst- einschätzung erleben, um zu prüfen, inwieweit eine Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt möglich ist. Im Laubsägeraum wird weihnachtliche und österliche Dekoration hergestellt.  In der Tischlerei selbst werden die verschiedensten tischlereitypischen Arbeiten ausgeführt. Hier werden vor allem im Rahmen der Beschäftigungstherapie und der Arbeitserprobung Holzspielzeuge hergestellt. Des Weiteren werden, den Bedürfnissen des Hofes, ent- sprechend natürlich auch Möbel, Fenster und Türen hergestellt sowie sämtliche Werterhaltungs- und Reno- vierungsarbeiten vorbereitet. Da in der Tischlerei die Beschäftigungstherapie und Ar- beitserprobung sowie das Arbeitstraining angeboten und umgesetzt werden, kann für jeden/jede Klient- In, ganz gleich mit welchen Ressourcen, eine sinnvolle Arbeit angeboten werden. Hier werden nicht nur die verschiedenen Arbeitsfelder koordiniert, sondern sie bildet die Zentrale der Arbeitstherapie Tischlerei. Diese findet in einer komplett ausgestatteten Tischlerei statt.
Hier kann der/die KlientIn erleben wie das Holz: – aus dem Wald geholt und auf der  Gattersäge in Bretter, Bohlen oder  Balken geschnitten wird –  fachgerecht eingelagert und  getrocknet wird – im Maschinenraum je nach Bedarf  bearbeitet und im Bankraum planvoll  zu Produkten verarbeitet wird. Jeder/jede neue BewohnerIn durchläuft in den ersten Wochen alle Arbeitsbereiche der Tischlerei und ent- scheidet zusammen mit dem Arbeitsanleiter, unter Berücksichtigung des Hilfeplanes, welche Tätigkeit für den/die BewohnerIn die sinnvollste ist. Regelmäßig wird geprüft, ob diese Tätigkeit den BewohnerInnen bei der Umsetzung seiner/ihrer Ziele unterstützt. Na- türlich geht es uns in der Arbeit um die Entwicklung des Menschen, zweitrangig um die Produktion (Mittel zum Zweck). Hier wird geprüft, was der/die KlientIn für seine/ihre Entwicklung benötigt und danach wird das Arbeitsangebot erstellt. Der leitende Arbeitstherapeut der Tischlerei beschreibt  seinen Arbeitsplatz: 2001 durfte ich einen ehemaligen Rinderstall zu einer Tischlerei umgestalten. Da der Kostenträger für einen Arbeitsbereich in dieser Dimension keine Mittel zur Verfügung stellt, war sehr viel Improvisationstalent  gefragt. Damit war jeder/jede KlientIn gefordert, beim
Bauen mitzugestalten. Es entstand so eine tiefe Verbun- denheit untereinander und auch zur Tischlerei. Ein Kli- ent, welcher im Rollstuhl saß, zog sich auf die Rüstung und hat Deckenplatten angebracht. Jeder/jede hatte Gelegenheit, seine/ihre Überlegungen und Ressourcen einzubringen. So ist innerhalb von drei Jahren eine Tischlerei entstan- den und Dank Fördergeldern konnten noch die benöti- gten Maschinen beschafft werden. Jetzt arbeiten in der Tischlerei bis zu 36 KlientInnen, betreut von drei Mitar- beitern.  Jedem/jeder KlientIn wird eine individuell dem Hilfe- plan angepasste Arbeit zugeteilt. Da die KlientInnen ihren Hilfeplan mitgestalten und sie auch bei der Arbeitsplanung mit einbezogen werden, wird diese in der Regel mit einer sichtbaren Freude ausgeführt. Die BewohnerInnen erleben ihre Arbeit oft als ein Gemein- schaftserlebnis, sehen die Notwenigkeit in der Arbeit  und identifizieren sich mit dieser, der Tischlerei und dem Hof.  Es macht mir große Freude, wenn ich sehe, wie die Kli- entInnen untereinander in den Kontakt gehen und sich gegenseitig wahrnehmen und unterstützen.  Bei solch einer Arbeitsfülle und „Personalstärke“ brummt es so richtig in der Tischlerei.  Gerade in der kälteren Jahreszeit, wenn die Außenarbeiten zurückgehen, wird es in der Tischlerei erst so richtig „warm“.
HIRAM HAUS Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe In Berlin und Brandenburg