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Hiram Haus Magnolia                                                        Artikel über das Haus Magnolia  Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.

Hilfen für abhängigkeitskranke Mütter und ihre Kinder  

Wir bieten die Möglichkeit ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) zu leisten
Interessenten können sich bei Herrn Böhmer (03396-70 344), Frau Seipt (033396-879 336) oder direkt  beim ijgd ( http://www.ijgd.de/ ), Frau Kirchner unter 0331-581 32 14, EMail: fsj.brandenburg@ijgd.de informieren

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weitere Angebote:   - Erziehungsbeistand (§30 SGB VIII)                    

- Soziapädagogische Familienhilfe (§31 SGB VIII)

Die Aufgabe: Das Angebot wendet sich als ein integriertes, therapeutisches  Komplexangebot an alkoholkranke Mütter und ihre Kinder. Beide erhalten gemeinsam und jeder für sich Therapien, um die Auswirkungen der Alkoholerkrankungen auf jeden einzelnen und auf das Familiensystem zu heilen. 2_kinder_magnolia.jpg Mit dem Ansatz wird auch der Tatsache  entsprochen, dass Kinder von suchtkranken Eltern einen erheblichen, eigenen Hilfebedarf aufweisen, der sie oft aus der Gemeinschaft Gleichaltriger ausgrenzt und der unbehandelt oft zu einer eigenen Suchtentwicklung führt. Die besondere Herausforderung besteht zudem darin, zwei Hilfesysteme miteinander zu verzahnen, die sich sonst ausschließen: Die Grundsicherung (SGB XII) und die Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII).

Die Lage

Die Einrichtung Hiram Haus Magnolia befindet sich im Land Brandenburg, im Landkreis Barnim, in der Gemeinde Wandlitz, im Ortsteil Klosterfelde, in der Mühlenstaße 10. Sie liegt am Ende einer Sackgasse, in einer kleinen Ansiedlung von Häuschen, die vorwiegend am Wochenende und als Sommerhäuser genutzt werden. Das Gelände der Einrichtung hat eine Größe von ca. 3.000 m². Das Grundstück grenzt an ausgedehnte Waldgebiete, zu denen sich vom Haus aus ein direkter Zugang bietet. Mit dem Fahrrad sind zahlreiche Badeseen schnell erreichbar. Der Regionalbahnhof Klosterfelde (Heidekrautbahn) befindet sich in Laufnähe (ca. 5 Min.). Von dort hat man innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit Anschluss an das Berliner Stadtzentrum. Alle Geschäfte und ärztliche Versorgung sind fußläufig erreichbar. lachen_magnolia_klein.jpg

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Das Betreuungsangebot

Im Hiram Haus Magnolia werden abhängigkeitskranke Mütter, mit dem Schwerpunkt Alkohol, zusammen mit ihren Kindern betreut. Beide erhalten den Schutz eines abstinenten Umfeldes und einer 24 Stunden Präsenz der Betreuer. Mutter und Kind erhalten bedarfsgerechte Therapien und sozialpädagogische Begleitung.  

Das Raumangebot

Für die Mütter und ihre Kinder stehen ausgestattete Doppel- und Einzelzimmer zur Verfügung. Diese können nach den Wünschen der Mütter auch mit eigenem Mobiliar ausgestattet werden. Die Wohnfläche des Hauses beträgt ca. 530m². Es stehen große Gemeinschaftsräume, Kaminzimmer und Terrassen zur Verfügung. Im Außenbereich können 3.000 m² Garten- und Spielfläche mit einem großen Spielplatz und Grillplatz genutzt werden.

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Kapazität und Dauer

Die Kapazität beträgt 12 Plätze für Mütter und Kinder mit einer Aufenthaltsdauer bis zu drei Jahren, in Ausnahmefällen auch darüber hinaus. ostern_magnolia.jpg

Kostenübernahme

Die Kostenübernahme erfolgt für die Mütter durch den örtlichen Träger der Eingliederungshilfe. Für die Kinder erfolgt die Kostenübernahme durch das örtliche Jugendamt. Die gesetzlichen Grundlagen der Einrichtung und die Grundlagen für eine Kostenübernahme sind:

für die Mütter §§53, 54 SGB XII,

für die Kinder §§27, 34, 35a, 41 SGB VIII.  

Allgemeine Leistungsbeschreibung

Das Angebot beinhaltet eine vollstationäre Versorgung für Mutter und Kind, umfassende Aufsicht mit integrierter Tagesstruktur für ca. 36 Monate auf der Grundlage eines festgestellten Bedarfs.

Zur Förderung der Erziehung in der Familie leben die Kinder gemeinsam mit der Mutter in einer Gruppe im Hiram Haus Magnolia.  Die Einrichtung assistiert und berät die Mutter im Hinblick auf die Bedürfnisse des Kindes und übernimmt je nach Bedarf Anteile in der Versorgung und Betreuung des Kindes. Die Einrichtung handelt in jedem Falle ressourcenorientiert und nachrangig. Die Mutter bleibt –entsprechend ihrer Fähigkeiten- die Hauptverantwortliche für die  sozial-emotionalen Belange, Betreuung und Aufsicht des Kindes.spazieren_magnolia_klein.jpg Sie wird in ihrer Rolle als liebevolle und fürsorgliche Autorität von der Einrichtung gestärkt. Nach entsprechender Vereinbarung übernehmen die Mitarbeiter die Aufsicht und Betreuung der Kinder. Im Falle eines Rückfalls oder Ausfalls übernimmt die Einrichtung die vollständige Betreuung des Kindes bis die Mutter wieder in der Lage ist, die Betreuung für das Kind (schrittweise) zu übernehmen. Die Betreuungskontinuität in der Einrichtung bleibt für das Kind in jedem Falle erhalten. 

Das Mutter – Kind – System wird entlastet, gefördert und in seiner Entsprechung zu den kindlichen Bedürfnissen gestärkt. Dem Kind wird ein kindgerechtes, entwicklungsförderndes und gewaltfreies Lebensfeld angeboten.  

Es werden drei Ziele erarbeitet:

  1. Die abhängige Mutter in ihrer Abstinenz zu stabilisieren,
  2. Die Mutter in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und das Mutter - Kind – System soweit zu gesunden, dass die Freunde am Miteinander und am Leben wieder hergestellt werden.
  3. Den Kindern zu helfen, Entwicklungsbeeinträchtigungen / -verzögerungen auszugleichen und zu altersgemäßer Reife aufzuschließen. Es wird dabei u.a. das Ziel verfolgt, Kinder, die bisher in Betreuungseinrichtungen der Jugend- bzw. Behindertenhilfe untergebracht waren, im Haus Magnolia mit der Mutter zusammenzuführen und beide mittelfristig unabhängig von institutioneller Hilfe zu machen.
 

Es werden drei Schlüsselfähigkeiten entwickelt, um die Ziele zu erreichen:

    1. Förderung der Fürsorgefähigkeit: Die Erziehungsstile der Mutter und das Mutter – Kind – System werden von den Mitarbeitern  beobachtet und gemeinsam mit der Mutter reflektiert, bewertet und bei Bedarf korrigiert. Die Entwicklung kindgerechter Erziehungsstile ist der Auftrag der Einrichtung. In jedem Falle findet die Mutter in den Mitarbeitern der Einrichtung Menschen, denen die Unbeschwert- und Unversehrtheit ihrer Kinder genauso wie ihr selbst am Herzen liegen und die ihr überall helfen werden, wo Hilfe wirklich notwendig ist.
    2. Förderung der Gemeinschaftsfähigkeit: Die Maßnahme folgt der Idee des Empowerments. Mütter und Kinder lernen für ihre Teilhabe an der Gesellschaft Ressourcen aus mikro-, meso- und makrosozialen Unterstützungssystemen zu nutzen und eigene Unterstützungssysteme zu gründen. Die therapeutische Gemeinschaft im Haus Magnolia dient dabei als Übungsfeld für den sozialen Kompetenzerwerb.
    3. Förderung der Selbstsorgefähigkeit: Die Bereitschaft für das eigene Kind und andere Menschen da zu sein und sich auf eine Gemeinschaft einzulassen erfordert einige Voraussetzung u.a. einen sorgsamen Umgang mit sich selbst. Die Mitarbeiter helfen der Mutter, einen liebevollen und achtsamen Umgang mit sich selbst zu  entwickeln und damit ihre Selbstsorgefähigkeit zu kultivieren.
 
 
 

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Diese drei Säulen tragen das Angebot von Hiram Haus Magnolia und sind zugleich Ziele der therapeutischen Arbeit. 
 

Der Fortschritt bei der Zielerreichung wird regelmäßig in Selbst- und Fremdeinschätzung mit den einzelnen BewohnerInnen und in der Gruppenarbeit visualisiert und skaliert. 
 
 
 
 
 
 

Ziele in der Betreuung der Kinder

Die Maßnahme wendet sich an Kinder und Jugendliche, die seelisch behindert oder von Behinderung bedroht sind und / oder Schutz vor einer eigenen Abhängigkeitsentwicklung benötigen oder wegen der Grunderkrankung der Mutter Hilfen zur Erziehung in einer Einrichtung benötigen und sich daher gemeinsam mit der Mutter in die Maßnahme begeben. Die Hilfen wenden sich an Kinder und Jugendliche, die durch die Abhängigkeitserkrankung der Mutter Vernachlässigungen und Entwicklungsverzögerungen ausgesetzt sind.

Die Kinder und Jugendlichen sollen Gelegenheit erhalten, in einer abstinenzorientierten, tagesstrukturierten, vollstationären Maßnahme die Hilfen zu erhalten, die sie benötigen, um in der Persönlichkeitsentwicklung zu ihrer Altersgruppe aufzuschließen.

Es sollen Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Kinder und Jugendlichen gruppen-, kindergarten- bzw. schulfähig werden und / oder eine schulische/berufliche Ausbildung abschließen können.

Es soll dafür Sorge getragen werden, dass die Kinder ausreichend Gelegenheit erhalten, Beeinträchtigungen, die aus der Abhängigkeitserkrankung der Mutter resultieren, zu bewältigen und zu altersangemessener Reife aufzuschließen.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt. Den Kindern soll geholfen werden, ihre Entwicklungsverzögerungen auszugleichen und Vertrauen in sich selbst und die Welt der Erwachsenen wieder zu gewinnen.  
 

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Ziele in der Betreuung der Mütter

Die Maßnahme hat das Ziel, der Mutter eine selbstbestimmte Lebensführung ohne Suchtmittel zu ermöglichen und ihr Hilfen zu geben, ihrer Erziehungsverantwortung wieder gerecht zu werden. Das Leistungsspektrum umfasst das Angebot eines suchtmittelfreien, stabilisierenden und anregenden Lebensraumes, um günstige Entwicklungs- und Lernbedingungen zu schaffen, in dem neue Kompetenzen im Umgang mit der Abhängigkeit und der Erziehungsverantwortung erworben und ausprobiert werden können.

Jede Mutter verfügt über individuelle Potentiale und Ressourcen zur Veränderung ihrer Situation. Dadurch sind Unterstützung und Förderung von Eigeninitiative, Fähigkeit zur Selbsthilfe, Selbstverantwortung und die Berücksichtigung des individuellen Lebenshintergrundes sowie der weiblichen Aspekte der Abhängigkeitsentstehung Grundlage der individuell geplanten Maßnahmen. Es wird der Mutter geholfen, ihr bisheriges Leben und ihre Leidensgeschichte soweit zu bearbeiten, dass der Suchtmittelkonsum, als ein vorbewusster Versuch der Selbstheilung, überflüssig wird.

Sie erfährt Unterstützung in der Bewältigung von Krisensituationen in Bezug auf sich selbst, in ihrer Rolle als Mutter und im Hinblick auf das Kind. 
 

Hiram Haus Magnolia, Mühlenstraße 10, 16348 Wandlitz

Telefon 033396 – 879336 ; Ansprechpartner Herr Böhmer

 
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